Von schlaflosen Nächten, nächtlicher Einsamkeit und Augenringen

Manchmal oder ich würde sogar sagen, fast immer, vermitteln uns die Medien ein Traumbild vom "Beruf" Mutter. Die Mama ist immer hübsch gestylt und angezogen. Immer ausgeschlafen, der Haushalt ist tiptop, die Kinder immer brav. In der Realität sieht es, zumindest bei mir, nicht immer so aus.

#fürmehrrealitätundso

Meistens bin ich im Schlabberlook, da finde ich es einfach angenehmer in der Sandkiste zu buddeln oder dem kleinsten hinterher zu rennen. Ist halt so. Meine Shirts sind nie wirklich sauber, meistens hab ich Schokoflecken (und nein ich esse ihn nicht selber), oder irgendeiner meiner Jungs benutzt mein Shirt als Taschentuch. Ausgeschlafen hab ich schon seit fast 6 Jahren nicht mehr und der Haushalt kann auch mal warten.


Und genau deswegen, um einmal mit diesem Idealbild aufzuräumen möchte ich euch eine Geschichte erzählen.

Es war Dienstag, unbeschreiblich heiß, ein richtiger Sommertag. Der kleine war quengelig, den ganzen Tag lang. Ja ihm war heiß, mir auch. Die beiden größeren waren nur am streiten. Wahnsinn.

Als dann endlich der Schatten auf unserer Terrasse war, gingen wir nach draußen, dort war die Kinderlaune etwas besser.

Sodann stellte sich auch heraus, warum der kleine so raunzig war den ganzen Tag. Er hatte Durchfall bekommen. Ich vermute die letzten Zähne. Hmm also began der fast minütliche Windelwechselmarathon.

Als es dann an der Zeit war wieder nach drinnen zu gehen um Abend zu essen und sich bettfertig zu machen, fing der Tanz von vorne an. Die beiden großen wollten nicht ins Bett. Wir wollen auf Papa warten. Ging aber nicht, da der Papa im Sommer oft lange arbeiten muss.

Wenn ich alle 3 alleine ins Bett bringen muss, ist das immer Stress. Einer macht immer ein Theater. Diesmal der kleine. 1 Stunde nur Geschrei. :-( Als er dann endlich auf mir eingeschlafen war, konnte ich das erste Mal an diesem Tag durchatmen.

Nachdem ich ihn in sein Bett gelegt hatte, ging ich nach unten. Ich aß meine erste Mahlzeit an diesem Tag. Um 20:30 Uhr. Ja auch solche Tage gibt's.

Um 22 Uhr fiel ich todmüde ins Bett. Gerade als ich die Augen schloss, drang Geschei durchs Babyphone. Der mittlere. Ich also wieder auf, zu ihm ins Zimmer und saß 40 min an seinem Bett bis er wieder eingeschlafen war.

Wieder zurück im Bett, wollte ich das mit dem schlafen wieder probieren. Babyphone. Diesmal der kleine. Schrie und lies sich nicht mehr beruhigen. Also ging ich mit ihm ins Wohnzimmer. Dort beruhigt er sich eigentlich immer schneller. Gerade als er wieder eingeschlafen war, meldete sich der große. *aahhhh


Nun ja den großen wieder beruhigt wollte ich mich wieder um den kleinen kümmern, doch da bog der mittlere um die Ecke. *ichmagpapaschlafen

Nun gut, also den mittleren ins Schlafzimmer gebracht. Mittlerweile war der kleine natürlich hellwach und so dauerte es bis 3 Uhr morgens bis er wieder eingeschlafen war.

Dann konnte ich auch endlich mal schlafen, aber nur bis ca 5 Uhr. Da stand mein Mann auf und weckte mich unabsichtlich als er am Wohnzimmer vorbei huschte.

Nun ja, 2 Stunden Schlaf, so ist es manchmal. Diese Nächte sind hart, und manchmal fühle ich mich da nachts ziemlich einsam. Kennt ihr das auch?

Um 7 stand mein großer auf, wie jeden Tag, sah mich an und sagte: "Mama sind deine Augen krank? Die sind so dick und schwarz unten rum."

*haha Danke mein Sohn. Nein die Mama ist nur müde.

O-Ton meines großen: Wieso schläfst du dann nachts nicht?

** Nichts desto trotz - oder gerade deswegen - liebe ich die 3 über alles **

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