JEDE GEBURT IST ANDERS

 Ein weiterer Erfahrungsbericht - dieses Mal berichtet Julienne über Ihre beiden Geburten.
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Geburtsbericht - jede Geburt ist anders


Sag niemals jede Geburt ist gleich?
Denn 1. kommt es anders und 2. als man denkt!

Irgendwie passt dieser Satz sehr gut auf meine 2 Geburten.

Es fällt mir schwer über die erste zu schreiben. 1000-mal im Kopf durchgegangen, doch so richtig raus mochte sie nie.

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Die erste Geburt war vor fast 14 Jahren (ein paar Monate hab ich noch zum Jahrestag) und sie war das einschneidenste Erlebnis in meinem Leben.

Beim ersten Kind malt man sich alles noch rosa und noch mehr rosa aus nur um zu verdrängen es könnte schlimm werden. Das es weh tut war mir klar, aber so einen „schönen Tag zu haben“ war mir nicht bewusst.
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Aber ich fange einfach mal an:

1. kommt es anders…


Die große Maus wollte und wollte nicht kommen, nach einer Nacht im Bad (wo die Badewanne steht im Krankenhaus), ja es war sonst kein Zimmer frei. Eigentlich hätte ich mir da schon denken können, dass es nicht mein Tag wird. Am Morgen gab es dann ein Wehen Zäpfchen. Und genau nach dem legen dieses Zäpfchens drückte die Maus auf meine Blase. Die Schwester meinte dann nur das es dann nicht wirkt. Egal besser als ich mach ins Bett, weil eine Stunde anhalten das soll sie mir mal zeigen, auch noch wenn dein Baby die Blase als Trampolin benutzt.


Mir hätte auch mal einer sagen können, dass es Wehen auch im Rücken gibt. Um zwölf watschelte ich also mit Rückenschmerzen in den Kreissaal um mir dort sagen zu lassen es geht los. Gut also Weg wieder zurück um den Papa von der großen anzurufen. Am Rückweg ging dann ein Zivi mit der meinte ich soll mich ins Bett legen es geht schneller. Doch diesen Weg wollte ich gehen, selbst wenn ich alle paar Meter stehen bleiben musste vor lauter heftigen Wehen.

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Im Kreissaal wollte das Mittagessen auch noch auf Besuch kommen und sich den Kreissaal anschauen. Armer Zivi, nach der 2. Brechschale rannte er um sein Leben.

Und ich bettelte um Schmerzmittel und sie waren so nett mir eins zu geben. Dann kam ein Wehensturm nach dem nächsten, helfen den diese Schmerzmittel gar nicht.


Beim Schichtwechsel verspürte ich einen Pressdrang und durfte mich nur anpflaumen lassen was ich mir einbilde und ich soll mich nicht so anstellen. Bloß weil ich junge Mama war, die große kam 6 Tage vorm 19. Geburtstag!

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Als sie aber merkten das ich es ernst meinte war auf einmal der Kreissaal voll. Und ich am Ende meiner Kräfte. Dann gingen auch noch die Herztöne in den Keller und der Arzt hechtete auf meinen Bauch um sie rauszudrücken. In dem ganzen Wirbel der auf einmal im Kreissaal war wurde auch noch ein Dammschnitt gemacht. Den Arzt werde ich nie vergessen, der sah aus wie ein Metzger.

Gerade noch rechtzeitig kam sie dann auf die Welt und wurde sofort ärztlich versorgt.
Sie hatte sich den Todestag von meinem richtigen Opa ausgesucht!

Von dem Trauma weg wollte ich keine Kinder mehr und wenn dann nur mit PDA gleich am Eingang.

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… und 2. als man denkt!

10 Jahre später kam dann erst Minimaus. Aber nicht mehr mit dem Papa von der großen.

Sie suchte sich Freitag den 13. aus!

In der Notaufnahme meinte meine Fruchtblase sie müsste platzen (16.00 Uhr) und das im Winter wo Hochbetrieb dort ist. Und ich vergaß ich wollte doch eine PDA gleich am Eingang.

Geht ja später auch noch dachte ich mir. Ich muss sagen bis um 22.00 Uhr war ich voll entspannt. Ich ließ mich voll auf die Geburt ein und es war nicht so schlimm wie ich es mir ausgemalt hatte.

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Nach dem ich zur Minimaus im Bauch sagte sie schafft es nicht mehr am 13., zeigte sie uns ihren starken Willen. Und diesmal hatte ich eine wirklich tolle Hebamme, die auf meine Worte einging und mir glaubte das es los ging. Muttermund war zu dem Zeitpunkt erst bei 7cm.

Nachdem sie mitgeholfen hatte ihn zu öffnen, damit der kleine Dickkopf endlich rauskonnte, ging es auch schon los. Von den Rippen bis in die Knie zogen sich meine Wehen. Aber um 23.03 war sie da.

Das einzigste sie war BLAU da auch ihre Herztöne in den Keller gingen und sie schrie nicht. Die einzige die man schreien hörte war ich. 2 Minuten lang, ihr könnt mir nicht glauben es fühlt sich in dem Moment wie Stunden an. Doch nun war er da ihr erster Schrei!

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Nach dieser Geburt hätte ich sofort noch Kinder geboren, so gut ging es mir. Sogar die Ärztin schaute mich am Morgen an ob ich wirklich letzte Nacht entbunden hätte, so flott marschierte ich schon auf den Gängen.

Keine Geburt ist wie die andere! Genauso wie jedes meiner Mäuse verschieden ist!

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