Interview mit einer Powerfrau

Ich schreibe ja nicht nur selber gerne sondern lese auch gerne andere Blogs. Am liebsten lese ich dabei Blogs von anderen dreifach Mamas - so auch den Blog von Jette von ME SUPER MOM. Deshalb habe ich mich auch tierisch gefreut als sie auf meine Interviewanfrage mit: "Aber klar - gerne", geantwortet hat. Ich habe ihr dann ein paar Fragen gestellt - seid gespannt. :-)

INTERVIEW MIT

ME SUPER MOM







1.       Hattest du schon immer mehrere Kinder geplant oder kam alles ganz anders als geplant? Wie alt sind deine Kinder bzw welchen Altersabstand haben sie (werden sie haben)?

Ganz früher wollte ich maximal ein Kind, irgendwann dachte ich: Zwillinge wär schlau, dann muss ich die Geburt nur einmal durch machen. Dann traf ich meinen Mann und wir wussten recht schnell, dass wir Kinder haben wollen. Wie viele genau haben wir nie konkret festgelegt. Circa ein Jahr nach der Geburt unserer ersten Tochter war ich schwanger mit Tochter Nummer zwei. Die Beiden sind jetzt 3 und 5, es liegen knapp 2 Jahre zwischen ihnen und manchmal denke ich, dass das schon ganz schön verrückt war. Als die Kleine zwei Jahre alt wurde, dachte ich: Mensch da wurde die Andere große Schwester und war doch selbst noch so klein. Ich habe es aber gar nicht so anstrengend in Erinnerung und die Beiden lieben sich sehr und sind ein tolles Geschwister Team.




Irgendwann redeten mein Mann und ich über weiteren Nachwuchs. Er ist 15 Jahre älter und auch wenn viele sagen, ist doch egal wie alt der Vater ist, war für uns klar, entweder jetzt noch ein Kind oder nie. Wir hatten beide das Gefühl, ein drittes Kind würde noch passen und überließen es einfach der Natur ob es noch mal klappt oder nicht. Es wäre auch ok gewesen, wenn es bis zu unserer Deadline nicht klappt. Aber nun ist Superbaby 3 unterwegs und wird für Mitte Juni erwartet. Zu der dann Mittleren hat das Baby einen Abstand von 3 Jahren und 4 Monaten, zur Großen 5 Jahre und 3 Monate. Wir freuen uns und auch wenn wir es nie laut ausgesprochen haben, so hat Nummer drei, wieder ein Mädchen, irgendwie noch gefehlt und bald sind wir komplett.


2.       Wie bist du eigentlich zum bloggen gekommen? Und wie kam es zum Namen deines Blogs?

Das war im wahrsten Sinne des Wortes eine Schnapsidee. Die Große war auf der Welt und ich tauchte in die verrückte Welt der Mütter ein. Eines Abends erzählte ich zwei männlichen Freunden von einigen Begebenheiten und sie meinten, ich müsse das unbedingt verbloggen, das sei einfach lustig und helfe sicher einigen Neu-Müttern in ähnlichen Situationen alles etwas entspannter zu sehen. Ich ging nach Hause, setzte mich an den PC und kam recht schnell auf den Namen Super Mom. Mich nervten nämlich vor allem diese Vergleiche zwischen Müttern und wer was wie toll gemacht hat. Ich dachte immer: Mensch, wir machen es doch alle gut, sind die besten Mütter die wir sein können und verbringen viele Heldentaten. Also ist der Name auch mit einem Augenzwinkern zu sehen, ich bin natürlich nicht DIE Super Mutter, sondern einfach eine von vielen.


3.       Hast du das Gefühl allem gerecht werden zu können? Kinder, Haushalt, Arbeit und dem Ehemann? Oder ist es schon auch manchmal schwierig alles unter einen Hut zu bekommen?

Leicht ist es nicht immer, das gebe ich zu. Aber nach ein paar unschönen Erfahrungen und vielen dunklen Gedanken wurde mir klar, dass es Wichtigeres gibt, als genau jetzt die Wäsche zu waschen oder das allergesündeste Essen zu kochen, nebenbei noch perfekt auszusehen und entspannt die Kinder zu bespaßen. Es ist ok, mal eine Fertigteigmischung für den Kuchen zu benutzen, morgen aufzuräumen und stattdessen den Moment zu genießen.




Viele sagen dann gern, das sei aber gar nicht machbar und leichter gesagt, schließlich MÜSSE doch dies oder jenes gemacht werden. Das sehe ich mittlerweile anders. Leider sieht man viel zu oft, wie schnell das Leben anders laufen kann, als man denkt. Also achte ich auf mich und auf uns als Familie. Dann schauen wir bei einer Pizza einen Film auf dem Sofa und lassen anderes liegen. Man muss sich von solchen äußeren Bedingungen ein stückweit frei machen. Ich muss nicht immer topgestylt in High Heels in Modelgröße durchs Leben schweben. Die Hauptsache ist doch, wir sind glücklich, nicht irgendwer von außen. Und dann klappt das eigentlich ganz gut mit den verschiedenen Aufgaben des Alltags. Und wenn mir doch mal alles über den Kopf wächst und ich ungerecht oder meckerig werde, dann entschuldige ich mich, geh in die Wanne, atme tief durch und starte am nächsten Tag neu.


4.       Gibt es etwas in deinem Leben, was du schon immer mal machen wolltest, es jetzt aber nicht mehr machen kannst? Oder sagst du so etwas gibt es nicht.

Hui das ist eine interessante Frage. Ich habe ja schon viel erlebt, viel von der Welt gesehen, war viel tanzen, etc. Es gibt momentan nichts, was ich vermisse oder dringend machen will, was wegen der Kinder nicht geht. Ich war früher sehr viel tanzen. Irgendwann kam der Punkt, dass ich Samstag Abend auch mal zu Hause sitzen konnte und wusste, ich verpasse nichts. Das klingt banal, ist aber wichtig, wenn man mit einem Baby am Wochenende zu Hause sitzt, während das restliche Berlin schwoofen geht. Dank meiner Eltern war ich schon ein Jahr in den USA, 6 Monate in Spanien, in einer Gastfamilie in China und in vielen anderen Ländern. Klar würde ich gern wieder reisen, aber dass wir das nicht machen liegt nicht in erster Linie an den Kindern, sondern an meiner Flugangst. Und mir fällt irgendwie nichts ein, was ich nicht machen kann, nur weil ich Kinder habe. Auch in den Flitterwochen ohne Kinder waren wir mal eine Woche. Es ist alles genau richtig, so wie es ist und diese innere Zufriedenheit fühlt sich wunderbar an.
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Vielen Dank nochmal an Jette, dass ich dir ein paar fragen stellen durfte. <3
Seit ihr nun neugierig geworden? Ja?
Hier findet ihr Jette: Blog und Facebook
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Kennt ihr noch andere tolle Blogs von dreifach Müttern?
Alles liebe
eure Steffi
Die Bildrechte liegen bei Me Super Mom

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