Ich habe es unterschätzt, das Mamasein

Wenn man einen Kinderwunsch hat oder bereits schwanger ist, dann stellt man sich immer eine schöne heile Welt vor. Manche Sorgen oder Bedenken werden da weit nach hinten geschoben, denn der Wunsch nach einer eigenen kleinen Familie ist doch viel größer als die Angst vor dem Unbekanntem, oder?

Nun bin ich seit fast 7 Jahren Mutter und ich blicke auf eine schöne aber auch anstrengende Zeit zurück. Jede Mutter (oder auch Bloggerin) die immer nur erzählt, dass alles wunderschön und kinderleicht ist, lügt oder hat eine Nanny. *haha

Es gibt Dinge, die habe ich mir einfach viel einfacher und entspannter vorgestellt, welche das sind möchte ich euch heute erzählen - Viel Spaß dabei ;-)

10 Dinge, die ich am Muttersein unterschätzt habe

1. Der Schlafmangel

Natürlich weiß man, bevor man Kinder bekommt, dass Babys nicht durchschlafen. Man weiß auch, dass es anstrengend ist, aber wie anstrengend es sein kann, über Monate oder gar Jahre keine einzige Nacht durchzuschlafen, dass kann man sich nicht vorstellen. Ich habe es schlichtweg unterschätzt. Irgendwann gewöhnt man sich an weniger Schlaf, aber der Körper reagiert schon darauf. Man kann sich schlechter konzentrieren und hat dünnere Nerven. In den schlimmsten Phasen fuhr ich zum Beispiel mit dem Auto einkaufen und konnte mich dann nicht mehr daran erinnern welchen Weg ich gefahren bin. :-o

2. Kein Urlaub vom Mamadasein

Wenn man mitten in der Berufswelt steht, dann hat man einen geliebten Feierabend, das Wochenende und natürlich 5 wundervolle Wochen Urlaub. Wenn du Mama bist, hast du nichts mehr davon: keinen Feierabend, kein Wochenende und auch keinen Urlaub. Denn Babys und Kinder wollen immer gestillt, gewickelt, getragen, getröstet oder unterhaltet werden - auch im Urlaub und am Wochenende und wenn sie es ganz gut mit dir meinen - auch nachts.

Leben als Mama


3. Einkaufen ist die Hölle

Hach was habe ich es geliebt, schwanger zum ersten Kind und schon im Mutterschutz, durch die Läden zu streifen und zu shoppen. Auch der Lebensmittel einkauf war entspannter, denn den erledigte ich vormittags, wenn alle anderen arbeiten sind. Super, oder? Nein nicht wirklich, denn spätestens wenn die Kinder da sind, ist shoppen (mit Kindern) so gar nicht mehr lustig. Es wird genörgelt, gemault und die schlimmsten Trotzanfälle bekommen sie auch noch. Super, oder?

4. Als Mama krank werden

Mittlerweile bin ich ja schon geübt darin, mich auch um die Kinder zu kümmern wenn ich krank bin. Als Mama ist man ja so gut wie nie krank ( ;-) ) aber ab und zu erwischt es mich dann doch und meistens dann, wenn mein Mann nicht da ist und ich alleine bin mit den drei Kindern. Fieber usw pack ich ja noch ganz gut weg. Die Hölle tritt aber bei einem Magen-Darm-Virus ein. Ich glaube ihr könnt es euch vorstellen, oder?


5. Freizeit - was ist das?

Hobbys leiden, denn wenn die Kinder abends schlafen und ich mit Haushalt und Blogarbeit fertig bin, dann bin ich müde. Meist ist das zwischen 23 und 23:30 Uhr. Und ganz ehrlich? Da hab ich keinen Bock mehr mich an die Nähmaschine zu setzen oder ein Buch zu lesen, denn meist ist um 6 Uhr wieder Tagwache.

Alltag einer Mutter


6. Der Haushalt

Früher war ich immer von meiner Mama genervt, wenn sie schon früh morgens den Staubsauger anmachte oder mich wegen dreckiger Wäsche nervte. Was soll ich sagen? Ich bin nun genauso, denn der Haushalt von 5 Personen und 2 Babykätzchen verschlingt wirklich viel Zeit. Kochen, waschen, aufräumen und putzen sind deshalb nach 7 Jahren sehr tief an der Beliebtheitsskala gesunken. Irgendwie hat sich die Hausarbeit mit jedem weiteren Kind verdoppelt - ein Phänomen welches ich bis heute nicht richtig verstehen will.

7. Geschwisterstreit

Niemals hätte ich geahnt um was für banale Sachen man sich streiten kann. Meine Jungs können nicht ohne einander - aber meist auch nicht lange miteinander. Es gibt Tage, da wird wirklich über alles gestritten. Ich verstehe es nicht und klinke mich nun meist aus, denn meine Nerven sind schon ziemlich strapaziert. ;-)

8. Termine

Die Elternzeit habe ich mir immer sehr entspannt vorgestellt. Aber gerade, wenn man mehrere Kinder hat, nehmen einen Termine schon viel Flexibilität, denn neben dem üblichen Haushalt und Arbeitskram kommen dann Kinderarzttermine, Kindergeburtstage, Schul- und Kindergartenfeste usw. Mit so vielen Terminen habe ich nie gerechnet und mein Terminkalender ist reichlich gefüllt - und ohne ihn wäre ich verloren.

Leben als Mama


9. Anzahl der Pampers

Das Kinder Windeln brauchen, dass weiß jeder. Ich persönlich habe die Menge aber wirklich unterschätzt. Und beim zweiten Kind habe ich mir zur Geburt dann ausschließlich Windeln gewünscht (die beste Idee ever). Wenn ich mal so grob überschlage, dann habe ich die letzten 6,5 Jahre (mit durchgehend mindestens einem Wickelkind) über 9.500 Windeln verwickelt. :-o

Bei einem Stückpreis von ca 0,22€ sind das 2.090€. Nicht schlecht - nur für Windeln, oder?

10. Spielzeugflut

Spielzeug ist überall. Wirklich überall. Wenn ich abends durchs Haus gehe, dann gibt es keinen einzigen Raum in dem ich kein Spielzeug finde. Lego, Bälle oder Matchbox Autos können sich überall verstecken. Sie schaffen es unters Sofa, hinters Klo und sogar ins Auto. Nur leider vergessen sie immer wieder den Weg zurück ins Kinderzimmer.


Mama zu sein ist toll, und das schönste was einem passieren kann, aber es ist anstrengend und es gibt genügend Dinge, die man vorher unterschätzt.
Gibt es bei euch auch solche Dinge? Ich freue mich auf eure Kommentare.



Alles liebe
eure Steffi




Kommentare:

  1. Als mein Kleiner vor 2,5 Jahren geboren wurde, waren die beiden Großen schon fast erwachsen. Ergo hab ich wahrscheinlich vieles auch vergessen. Es ist aber echt ein Unterschied, ob man mit 18 oder mit 35 ein Kind bekommt. Ich habe Vorallem unterschätzt, wie kaputt mein Rücken ist und ich merke es jeden Tag, wenn ich mein kleines 18 kg Monster in 2.Stock tragen muss. Ich habe auch unterschätzt, wie kreativ sich ein 2,5 Jähriger an wirklich jeder Wand der Wohnung auslassen kann.... Picasso lässt grüßen. ;-)
    Trotzdem würde ich den kleinen Stinker um nichts in der Welt hergeben wollen.

    AntwortenLöschen
  2. Ich habe 4 Kinder. Heute 10,fast 12,fast 16 und 17. Es gab soooo viele unterschätzte Dinge. Vor 7 Jahren also als die Kids zwischen 3 und 10 waren hatte ich ein Burn out.
    Damals habe ich gelernt mich von dem Gedanken Supermama , die immer Zeit hat, alles super händelt und immer ruhig bleibt zu verabschieden.
    Die Kids mussten selbstständig werden, mein Mann mehr helfen und ich eine "Mut zur Lücke Mentalität" lernen.
    Heute ist bei uns alles etwas Chaotischer, ich habe tolle Teenies und junge Erwachsene, die ihren Weg gehen mit allem Mist den sie verzapfen. Ich arbeite wieder und bin froh loslassen gelernt zu haben.

    AntwortenLöschen
  3. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!
    Ich selbst habe nur ein Kind (fast 6 Jahre alt), aber durch meine Vollzeitstelle in einer Kita mit Krippenkindern und da ich zusätzlich noch alleinerziehend bin, kann ich jeden einzelnen Punkt vollkommen und ohne schlechtem Gewissen unterschreiben.
    Das schlaucht echt total. Und ich mag mir noch gar nicht ausmalen, wenn die Pubertät auf uns zu kommt :D
    Trotz alledem bereue ich es nicht, jung Mutter geworden zu sein. Denn gerade das macht mein Leben jeden Tag aufs neue aufregend und erlebnisreich.

    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  4. Meine Tochter ist jetzt fast 15 Monate alt und was ich abgesehen von deinen Punkten noch unterschätzt habe ist die Schlepperei. Meine Tochter war von Anfang an ein Tragekind, das sich kaum ablegen ließ. Auch jetzt noch hält sie selten lang aus, ohne auf meinen Arm zu wollen. Und dazu kommt noch die Wickeltasche, Babyschale, Kinderwagen, Spielzeug, etc.
    Das ist unglaublich anstrengend, obwohl ich sogar einigermaßen fit bin.

    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für deinen Kommentar. Dieser muss erst von mir freigeschaltet werden, ist dann aber sichtbar. :-)